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Legitimation des bilingualen Unterrichts

„Um Schülerinnen und Schüler auf die zunehmende internationale Kooperation und den globalen Wettbewerb vorzubereiten und um einen Beitrag zur interkulturellen Handlungsfähigkeit zu leisten, muss schulische Bildung der wachsenden Bedeutung der englischen Sprache in Naturwissenschaft und Technik, in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Rechnung tragen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Stärkung des Anwendungsbezuges von Englisch als Verkehrssprache in speziell eingerichteten bilingualen Lerngruppen, in denen der Sachfachunterricht in englischer Sprache erteilt wird. (...)
Im bilingualen Unterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage von authentischen Texten. Sie lernen, ihre Arbeitsergebnisse in der Fremdsprache zu präsentieren und üben sich im Kommunizieren über Inhalte der Sachfächer (Content and Language Integrated Learning/CLIL). Dies dient als Vorbereitung auf das Studium und die berufliche Tätigkeit in internationalen Kontexten. (...)“

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für das Gymnasium, Schuljahrgänge 5-10 - Englisch - . Hannover 2015, S. 38.

Bilingualer Unterricht ist ein vorwiegend in der Fremdsprache erteilter Fachunterricht, in der das Lernen in der Fremdsprache und nicht das Lernen der Fremdsprache im Zentrum unterrichtlicher Aktivitäten steht. Dabei fungiert die Fremdsprache als Arbeits- bzw. Verkehrssprache. Heutzutage gibt es kaum noch ein Studium oder ein Berufsbild in dem die alltägliche Kommunikation nicht zumindest partiell in englischer Sprache verläuft. Wir als Gymnasium Lilienthal möchten unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf das Leben nach der Schule vorbereiten. In Zeiten einer sehr stark vernetzten, globalisierten Welt ist die umfassende Herausbildung einer vertieften fremdsprachlich-kommunikativen sowie interkulturellen Kompetenz ein wesentlicher Bestandteil unseres bilingualen Konzeptes. Bilingualer Unterricht trägt insofern zur beruflichen und wissenschaftlichen Qualifizierung der Lernenden bei und bereitet auf das Leben mit und in fremdsprachigen Gesellschaften vor.

Grundlegende weiterführende Literatur: Niedersächsisches Kultusministerium: Bilingualer Unterricht. Materialien für kompetenzorientierten Unterricht im Sekundarbereich I, unter: http://nibis.de/nibis3/uploads/1gohrgs/files/bolhoefer/Materialien_Bili_2014.pdf

Implementierung des bilingualen Unterrichts am Gymnasium Lilienthal

Bilingual Unterrichtete Fächer

Politik-Wirtschaft

In Entsprechung des Primats des Sachfachs gelten die inhaltlichen und methodischen Vorgaben der Kerncurricula für das Fach Politik/Wirtschaft für die SEK I und SEK II.

Geschichte

In Entsprechung des Primats des Sachfachs gelten die inhaltlichen und methodischen Vorgaben der Kerncurricula für das Fach Geschichte für die SEK I und SEK II.

Unterrichtete Jahrgänge

Politik / Wirtschaft:

Beginn: Klasse 10; 2-stündig im Kurs bis zum Abitur, im Idealfall;
die Möglichkeit des Wechsels in einen deutschsprachigen Politik- und Wirtschaftsunterricht besteht grundsätzlich zum Ende eines Schuljahres.

Oberstufe, Jahrgänge 11/12 + 13 ab dem SJ. 2017/2018 (4-stündiger Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau „N-level“)

Klassenarbeiten / Klausuren sind entsprechend in englischer Sprache zu verfassen.
Der Praktikumsbericht kann in englischer Sprache verfasst werden

Das bilinguale Fach kann als Prüfungsfach im mündlichen Abitur (P5) gewählt werden.

Geschichte:

Beginn: Klasse 9; 2-stündig im Kurs bis zum Abitur, im Idealfall;
die Möglichkeit des Wechsels in einen deutschsprachigen Geschichtsunterricht besteht grundsätzlich zum Ende eines Schuljahres.

Oberstufe; Jahrgänge 11/12/13 (4-stündiger Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau).

Klassenarbeiten / Klausuren sind entsprechend in englischer Sprache zu verfassen.

Das bilinguale Fach kann als Prüfungsfach im mündlichen Abitur (P5) gewählt werden.

Auswahlkriterien

Politik / Wirtschaft

Jg. 10, max. 50 SuS (bis zu zwei Lerngruppen = Kursform)

Grundsätzlich:
Alle SuS mit „Kopfnoten“ <= „A-C“ und „Ø EN/PO-WI“ <= 3,5 und EN/PO-WI < 5

Auswahl:

  • 35 SuS mit „Ø EN/Po-Wi“ <= 2,5 (bzw. die 35 besten Notenschnitte)
  • max. 3 SuS als „Härtefälle“ auf Vorschlag von Klassenlehrkräften und Auswahlentscheidung durch erweiterte
    Schulleitung / Sek.II-Koordination
  • Rest durch Losentscheid aus Bewerbertopf

Geschichte

Jg. 9, max. 50 SuS (bis zu zwei Lerngruppen = Kursform)

Grundsätzlich:
Alle SuS mit „Kopfnoten“ <= „A-C“ und „Ø EN/GE“ <= 3,5 und EN/GE < 5

Auswahl:

  • 35 SuS mit „Ø EN/GE“ <= 2,5 (bzw. die 35 besten Notenschnitte)
  • max. 3 SuS als „Härtefälle“ auf Vorschlag von Klassenlehrkräften und Auswahlentscheidung durch erweiterte
    Schulleitung / Sek.I-Koordination
  • Rest durch Losentscheid aus Bewerbertopf

Bei Schüleraustauschen können die SuS die jeweiligen bilingualen Kurse nur (weiter) besuchen, falls der Austausch mit einem englischsprachigen Land erfolgt.

Zertifikate

Mit der Aushändigung des Abiturzeugnisses erhalten die Absolventen ein Zertifikat in englischer Sprache über die erfolgreiche Teilnahme am bilingualen Unterricht.

Unterrichtende Lehrkräfte und Ansprechpartner

  • Frau Baumann (Geschichte)
  • Frau Bollhorst (Geschichte, Politik-Wirtschaft)
  • Herr Haken (Fachobmann, Politik-Wirtschaft)
  • Frau Nitschke (Geschichte)
  • Frau Stevens (Geschichte)
  • Frau Wellbrock (Politik-Wirtschaft)